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Nina Okoeko (B4L Wien), Christian Römer (Superhands), Petra Pfeller (B4L Wien)

Superhands ist ein Projekt, das Kinder und Jugendliche, die ihre Angehörigen pflegen, unterstützen möchte. In Österreich gibt es circa 43.000 Kinder, die sich täglich um ein krankes Familienmitglied kümmern. 

Am 21.07. 2022 durften wir Belinda Schneider (Leitung Kommunikation & Marketing) und Christian Römer (Leitung superhands) zu einer Spendenübergabe treffen. Dabei haben wir nicht nur spannende Einblicke in das Projekt superhands erhalten, sondern auch in die Herausforderungen. 

Die Plattform superhands unterstützt seit 10 Jahren Kinder und Jugendliche, die Betreuungsaufgaben von Angehörigen übernehmen, sogenannte Young Carer. Dies geschieht vor allem in Form einer Hotline, bei der sie über ihre Sorgen sprechen können sowie Informationen über weitere Unterstützungsmöglichkeiten und erhalten. Auch über die Onlineberatung können sich die Kinder und Jugendlichen Rat und Hilfe holen. Sowohl die Hotline als auch die Onlineberatung ist kostenlos und anonym. superhands fungiert als Drehscheibe und leitet so die Informationen je nach Bedarf weiter. superhands richtet sich auch an Bezugspersonen und Multiplikator:innen, wie Lehrpersonal, ärztliches Personal, Pflegepersonal, Psycholog:innen, Sozialarbeiter:innen und viele mehr.

Das Projekt wurde von der langjährigen Johanniter-Mitarbeiterin Anneliese Gottwald ins Leben gerufen, die auch heute – in ihrer Pension - ehrenamtlich für die Johanniter tätig ist. Im Notfall springt auch der Pflegenotdienst in Wien ein, der sich dann kurzfristig um Angehörige kümmern kann und dabei unterstützt, eine längerfristige Pflege zu bekommen. Die Pflege zu Hause wird ganz oft von Kindern und Jugendlichen übernommen und stellt für diese eine enorme Belastung dar. superhands kommt genau da zum Einsatz und bietet über die Hotline in ganz Österreich Hilfe an.

Das Team von superhands wünscht sich für die Zukunft, das mehr Aufklärungsarbeit in den Schulen leisten zu können, um mehr Kinder und Jugendliche direkt anzusprechen. Doch dafür bedarf es mehr Personal, also auch mehr Budget. Ihr könnt superhands direkt mit einer Spende unterstützen: https://www.superhands.at/

Ein neues Geschäftsjahr ist angebrochen und das bedeutet für uns als Verein, dass wir bei der Generalversammlung neue Spendenpartner*innen gewählt haben. 

Alle, die uns schon länger kennen, wissen, dass wir 4 Spendenpartner*innen haben. Die Gruft der Caritas und Amnesty International sind Organisationen, die wir fix unterstützen. Jedes Jahr wählen wir zusätzlich zwei neue aus. Im kommenden Jahr versuchen wir, so viel Umsatz und Spenden wie möglich zu generieren, damit wir den Partner*innen einen höheren Betrag überreichen können. Aus unseren Verkäufen spenden wir 90% des Erlöses weiter. 10% wenden wir für unsere Miete und das Internet auf. Alle Mitarbeiter*innen in unserem Verein engagieren sich ehrenamtlich und sind bemüht, sich immer wieder etwas Neues für die Kund*innen zu überlegen. Wir versuchen innovativ zu sein und unsere Ziele voranzubringen. Doch was sind unsere Ziele nun eigentlich?Wir verkaufen Second Hand Bücher, die wir gespendet bekommen und der Erlös geht wie bereits erwähnt an armutsbekämpfende und soziale Vereine oder Organisationen. Aber wir bieten in unserem Shop auch Literatur zu einem kleinen Preis an (0,50 – 4 €), denn wir wollen Literatur allen Menschen zugänglich machen. Außerdem ist es uns wichtig, dass wir keine Ressourcen verschwenden und Bücher im Altpapier landen. Wir suchen also für gebrauchte Bücher ein neues Zuhause oder überlegen uns Upcycling Projekte.

Für das kommende Jahr haben wir uns für zwei neue Spendenpartner*innen entschieden: einerseits spenden wir an das Herzwerk. Das Herzwerk kümmert sich beratend um Menschen, die in der Prostitution tätig waren oder sind und sich umorientieren möchten. Außerdem bieten sie auch Unterstützung für Angehörige an, bei der Job- und Wohnungssuche. Auch eine medizinische Versorgung kann über das Herzwerk in Anspruch genommen werden. 

Für uns ist es wichtig, dass wir Organisationen auswählen, die Menschen in besonders prekären Situationen unterstützen und wir hoffen, dass unsere Spende im Herzwerk Gutes bewirken kann. 

Die zweite Organisation, die wir für das kommende Geschäftsjahr gewählt haben, ist Afro Rainbow Austria (ARA). Eine Organisation für LGBTQI+ Migrant*innen aus afrikanischen Ländern. Das Ziel der Organisation ist es, eine Plattform zu bieten und die Bedürfnisse der Menschen sichtbar zu machen. Queere Menschen aus den unterschiedlichsten afrikanischen Ländern sind nicht nur von Rassismus betroffen, sondern auch von Homophobie aus der österreichischen Mehrheitsgesellschaft, aber auch aus den afrikanischen Communities. Die aktuelle Asyl- und Migrationspolitik verschärft diese schwierige Situation nur noch mehr. ARA möchte dem entgegenwirken und einen Ort der Sicherheit und des Zusammenhalts für Betroffene schaffen. Einmal im Monat finden Treffen statt, die einem Austausch innerhalb der Community dienen. 

Petra, Cosima und Nina

Wir durften die Organisation Footprint und die Frauen, die dahinter stehen, persönlich treffen und haben einen Einblick bekommen in die wichtige Arbeit, die sie leisten. 

Am Donnerstag, 09.09.2021 sind wir zu Besuch bei Footprint. Die hellen Räumlichkeiten sind mit viel Liebe eingerichtet und wir fühlen uns sofort wohl. Im großen Gruppenraum sprechen wir über die Herausforderungen, die vermutlich alle kleinen Organisationen zu meistern haben und auch jene, die speziell Footprint betreffen. 2.633, 60 Euro übergeben wir an die Organisation, die sich für Frauen, die von Menschenhandel und Gewalt betroffen sind, einsetzt. Mit unserer Spende können wir Footprint dabei unterstützen, die Miete für die Räumlichkeiten zu bezahlen, denn die Organisation bekommt keine Basisförderung. Immer wieder werden einzelne Projekte finanziert, doch ansonsten sind sie auf Spenden angewiesen. Der zentrale Standort ist aber das wichtigste Element, denn dort können die Frauen und ihre Kinder einen Ort der Sicherheit vorfinden und sich im Tageszentrum zurückziehen oder austauschen. Derzeit gibt es ein traumapädagogisches Projekt, wo die Frauen bei der Traumabewältigung unterstützt werden. Viele Frauen kommen aber ohne über ihre Erfahrungen und Erlebnisse zu sprechen, erzählt uns Hannah Gasser. 

Footprint bietet aber nicht nur einen sicheren Ort, sondern unterstützt die Frauen auch in Notfällen bei Geldproblemen oder mit behördlichen Dokumenten. Die Frauen finden hier eine Anlaufstelle, in der sie sich anonym aufhalten oder um Hilfe bitten können. 

Wöchentlich gibt es am Vormittag ein Frauencafé, bei dem sich die Frauen in einem sicheren und angenehmen Umfeld austauschen können. 

Für uns war es eine ganz besondere Erfahrung, Footprint zu besuchen und einen Einblick in die wichtige Arbeit der Organisation zu bekommen. Die Hingabe und das Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen zu spüren, hat uns noch einmal darin bestärkt, dass unsere Spende hier absolut richtig ist. Wenn ihr Footprint direkt unterstützen wollt, dann folgt ihnen auf Social Media und spendet! Nähere Informationen zu der tollen Arbeit von Footprint findet ihr auf der Homepage des Vereins.

Im vergangenen Geschäftsjahr haben wir dank euch 10.534,42 € an Spendengelder erwirtschaften können. Dafür möchten wir euch von Herzen DANKE sagen!

Es ist unglaublich, dass wir das in diesem turbulenten Jahr, das von Lockdowns geprägt war, geschafft haben. Ihr seid uns in dieser Zeit treu geblieben, habt unser Bücherabo bestellt und uns unterstützt. Wir können es kaum erwarten, die Gelder an unsere Spendenpartnerinnen zu übergeben.

Es ist so wunderbar, zu sehen, wie viel wir (gemeinsam mit euch) in den vergangenen Jahren als Team geschafft haben und wie toll unsere Community (also ihr) ist. Das Überraschungsbücherabo war eines unserer größten Einnahmequellen im letzten Jahr. Durch eure Einkäufe haben wir die Möglichkeit, unsere Spendenpartner:innen immer besser zu unterstützen.

Wir hoffen, dass wir euch auch im kommenden Jahr mit neuen Ideen überraschen können und ihr uns weiterhin unterstützen könnt.